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Ein normaler und ein sicherer Browser im Vergleich

Die beiden Kandidaten

In diesem Artikel vergleichen wir einen normalen Browser mit einem sicheren Browser. Wir zeigen dir die Vorteile und Nachteile des sicheren Browsers. Legen wir los!

Unser erster Kandidat ist Chrome. Mit über 66 Prozent Marktanteil ist Chrome ein Browser, dessen Schwerpunkt eher auf Benutzerfreundlichkeit als ausdrücklich auf Datenschutz und Sicherheit liegt. Google hat einige Datenschutzfunktionen eingebaut, doch viele reichen nicht aus oder verstecken sich in den Einstellungen.

Unser zweiter Kandidat ist Incogniton, ein Browser mit Fokus auf Datenschutz. Er bietet erweiterten Schutz und erlaubt mehrere Profile, die Websites nicht miteinander verknüpfen können. Dadurch sollen deine Aktivitäten im Web nicht über diese Profile hinweg verfolgt werden können.

Verlass dich beim besseren Schutz durch Incogniton nicht einfach auf unser Wort. Wir zeigen nachvollziehbare Schritte, die deutlich machen, wo Chrome beim Datenschutz und bei der Sicherheit Schwächen hat.

Fingerprinting

Fingerprinting ist ein Verfahren, mit dem Nutzer über Websites hinweg verfolgt werden, indem charakteristische Informationen über ihre Geräte und Browser gesammelt werden. Dazu gehören Bildschirmauflösung, installierte Schriftarten, Browserversion und vieles mehr.

Durch die Kombination dieser Daten können Websites für jeden Nutzer einen charakteristischen „Fingerabdruck“ erstellen. So verfolgen sie deine Aktivitäten auch dann, wenn du Cookies löschst oder den Inkognitomodus nutzt.

Es gibt viele Fingerprinting-Verfahren. Hier konzentrieren wir uns auf die drei Techniken, die bscan.info vorführt:

  • Schriftarten
  • Audio
  • Canvas

Das folgende Bild zeigt die Ergebnisse, wenn man je zwei Profile beider Browser auf der Startseite von bscan.info öffnet.

Browser-Fingerprinting im Vergleich: Chrome und Incogniton auf bscan.info

Im Bild haben die beiden Chrome-Profile identische Fingerprints. Incogniton behält dagegen für jedes Profil einen eigenen Fingerprint bei. Tracker können die beiden Chrome-Profile also miteinander verknüpfen, während Incogniton deine Online-Aktivitäten getrennt und privat hält.

Die IP-Adresse verbergen

Wenn du ein VPN oder einen Proxy verwendest, möchtest du nicht, dass dein Browser deine echte IP-Adresse preisgibt. Websites haben leider mehrere Möglichkeiten, danach zu suchen. Eine davon ist WebRTC.

Wie WebRTC funktioniert, erklären wir in unserem Artikel über WebRTC-IP-Leaks. Die Kurzfassung: Die Technik ermöglicht direkte Verbindungen zwischen zwei Computern, zum Beispiel für Dateiübertragungen und Videoanrufe.

Sehen wir uns an, wie die beiden Browser IP-Adressen verbergen und welche Verfahren sie zum Schutz der Privatsphäre einsetzen. Das folgende Bild zeigt die Ergebnisse auf der Startseite von bscan.info bei Verwendung eines Proxys:

Schutz vor WebRTC-IP-Leaks im Vergleich: Chrome und Incogniton auf bscan.info

Chrome fällt im Bild bei zwei Leak-Tests durch. Ich musste sogar meine echte IP-Adresse schwärzen, die über WebRTC ermittelt wurde.

Incogniton besteht dagegen alle Tests. Der Browser verändert die Antworten auf WebRTC-Tests, sodass die abfragende Seite ein fingiertes Ergebnis erhält. Außerdem stimmt er die Zeitzone auf den tatsächlichen Standort des Proxys ab.

Weitere Details

Die beiden Verfahren oben gehören zu den komplexeren Methoden, mit denen Browserdaten zur Wiedererkennung genutzt werden. Daneben kommen einfachere Merkmale zum Einsatz:

Incogniton verändert diese Angaben standardmäßig. Du kannst sie außerdem bequem in den Einstellungen anpassen.

Chrome erlaubt solche Änderungen dagegen nicht ohne Weiteres. Erweiterungen können helfen, sind aber nicht immer zuverlässig und lassen sich von Websites erkennen.

Fazit

Incogniton wurde gezielt zum Schutz von Privatsphäre und Sicherheit entwickelt. Zu seinen Funktionen gehören mehrere Profile, WebRTC-Spoofing und einfach anpassbare Fingerprinting-Parameter. Chrome ist dagegen nicht speziell auf Datenschutz und Sicherheit ausgelegt und bleibt in vielen dieser Bereiche zurück.

Für gewöhnliches Surfen ist Chrome in Ordnung. Wenn du möglichst wenig verfolgt werden möchtest, ist Incogniton die bessere Wahl.

Incogniton-Logo

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